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Nürtingen, den 30. Dez. 2016

Liebe Freundinnen und Freunde des nn-institutes




der Beginn eines neuen Jahres ist immer willkommener Anlass Rück- und Vorschau zu halten, umso mehr sollte dies für einen Zusammenschluss von Menschen gelten , denen das NOCH NICHT ein verbindendes Anliegen ist.




Zunächst zum Rückblick: Das vergangene Jahr 2016 wird wahrscheinlich in die Geschichte eingehen, als das Jahr einer Zeitenwende, darin sind sich viele Komentatoren einig, zumeist jedoch in einem eher pessimistischen Sinn. Viele Ereignisse dieses Jahres scheinen der düsteren Perspektive Recht zu geben, meine (therapeutische ) Lebenserfahrung sagt mir aber, dass diese Ereignisse auch Zeichen einer NOT-WENDIGEN Krise sind, deren Tiefpunkt immer auch der Wendepunkt ist. Wohin die Reise geht liegt immer auch an unserer Erkentnisfähigkeit - und damit sind wir bei unserem Anliegen des nn-Institutes, dem Ergreifen zukunftsfähiger Gestaltungs-Impulse.




Das letzte Jahr war für unser Projekt eine Phase der Konsilidierung und Verstetigung, weniger der großen Aussenaktivitäten. Das Format “Kunst weiter denken“ ist zu einem gut frequentierten Termin geworden, an dem sich aus meiner Sicht immer wieder sehr anregende Gespräche entwickelt haben, dafür bedanke ich mich bei allen Gesprächs-Teilnehmerinnen! Leider konnte der regelmäßige Termin nicht immer eingehalten werden, Grund sind meine Seminar-Verpflichtungen andernorts, die fast immer an Wochenenden stattfinden. Für das neue Jahr deshalb der Gute Vorsatz, die Termine frühestmöglich festzulegen und nach Möglichkeit auch frei zu halten von anderweitigen Verpflichtungen.




Auch das Format „Denk Art-philosophisches Café“ hat sich sehr schön entwickelt. Aus unserem Kreis sind dabei vor allem Thomas, Alfred und seit diesem Jahr auch unsere Neu-Mitglieder Charlotte und Bernhard involviert, das Vorbereitungs-Team hat ein sehr ansprechendes Programm entwickelt und realisiert, das sehr gut besucht wird. Inhaltliche Referenten-Beiträge von Thomas und mir konnten dabei auch philosophische und künstlerische Positionen des nn-institutes in die Gespräche mit einbringen.

Eine sehr gute Entwicklung haben auch die Aktivitäten genommen, die das aktive Zukunfts-Gestaltungs-Potential ansprechen. Das „Forum zukunftsfähiges Nürtingen“, das sich regelmäßig einmal im Monat moderiert von Thomas und Sven zur „kreativen Suppenküche“ trifft hat auch im vergangenen Jahr wieder einige Aktivitäten konkreter Zukunftsgestaltungen angeregt, mehr dazu findet ihr auf der website in der „Statt-Zeitung“, die darüber regelmäßig berichtet, den link dazu auf unserer home-page www.nn-institut.de (öfters mal reinscheuen!). Eine schöne Nachricht war daher vor ein paar Tagen, dass das „Forum zukunftsfähiges Nürtingen“ 2017 mit dem „Ei der Heckschnärre“ gewürdigt wird, dazu hier schon an Alle die Einladung am 1. März um 19 Uhr in der Kreuzkirche Nürtingen.




Eine größere „Aussenaktivität“ war 2016 mit dem Projekt „GEIST - o = GELD [v.v.]“ im Kunstverein Neuhausen verbunden. Die zukunftsentscheidene Frage nach dem Wesen des Geldes stand dabei im Mittelpunkt und wurde mit künstlerischen Mitteln und Vorträgen reflektiert. Neben dem Gesprächskreis (geleitet von Thomas) und der Teilnahme am „kreativen slogan-Schreiben“ bei der Vernissage waren auch einige unserer Mitwirkenden auch beim Improvisations-Theater an der Finissage beteiligt, das wieder einmal die erfrischende Kreativität und der Einfallsreichtum der Charmützel-Theatergruppe eine besondere Note mit einbrachte. Danke dafür den Beteiligten für ihre Engagement, insbesonders Thomas für seinen philosophischen Textbeitrag und Marias Anregung zu einer Installation, die das Einschmelzen von Münzgeld als eine interessante Überlegung zum Thema „was ist Geld“ anschaulich machte. Gerade bei diesen größeren Formaten wird das kreative Potential unsereres Zirkels immer wieder deutlich, für mich eine Ermutigung auch in der kommenden Zeit über derartige gemeinsame Veranstaltungen nachzudenken.




Damit kommen wir zur „Vorschau“ für das nächste Jahr. Neben den (hoffentlich) regelmäßigen „Kunst weiter denken“-Terminen wäre es schön, wenn wir auch ein paar besondere Ereignisse zusammen gestalten könnten. Ein Vorschlag liegt von Raimund Eckle vor, der bei unserer Vereins-Versammlung im letzten Jahr auf seinem Gartengrundstück die Idee einbrachte, dort eine „kollektive Installation“ zu machen, diese Idee fand allgemeinen Anklang und es wäre gut, wenn wir baldmöglichst einen passenden Termin im Sommer für die Umsetzung in die Tat finden könnten.




Auch die Überlegung zu einem gemeinsamen „Betriebsausflug“ hat uns immer wieder beschäftigt und dabei wurde ein Besuch bei der Initiative „UTOPIA TOOLBOX“ in Augsburg ins Auge gefasst. Von Juliane Stiegele habe ich Mitteilung bekommen, dass im Frühjahr (voraussichtlich Mai) eine interessante Veranstaltung mit Johannes Stüttgen zum Thema „Freiheit“ stattfinden wird, das könnte doch ein Anlass sein, dass wir zusammen nach Augsburg fahren? Sobald ich den genauen Termin habe, benachrichtige ich Euch!




Inwiefern wir im kommenden Jahr wieder mal ein größeres Veranstaltungsformat (ähnlich unserem Symposium 2015 oder dem Projekt in Neuhausen) hinbekommen ist noch offen, Maria hat den Themenvorschlag „Wem gehört die Welt“ eingebracht, ich denke unter dem Zukunftsapekt „andere Formen des Eigentumes“ wie z.B. Gemeinbesitz, Genossenschaft, Syndikat, Sharing- und Gemeinwohl-Ökonomie usw. lassen sich viele gute Gedanken und Initiativen finden, die auch zu konketen Impulsen hier vor Ort führen könnten. Lasst uns doch drüber im kommenden Jahr miteinander ins Gespräch kommen!




Einen weiteren Impuls aus unseren Reihen würde ich auch gern aufgreifen, den „Hölderlin-Impuls“. Dazu ein konkreter Vorschlag von mir: Meine Hölderlinfigur beim Neckar-Cafe (beim Ruderclub) wird über den Winter restauriert und soll dann im Frühjahr wieder dort aufgestellt werden. Ich hätte Lust mit Euch zusammen eine oder mehrere Veranstaltungen zum Thema „Hölderlin“ dort zu machen, vielleicht in der Art einer Abend-Soirée an einem lauen Sommerabend. Was meint Ihr dazu, wer hätte Lust so etwas weiter zu denken, welche Themaenkonkretisierung würde dabei Sinn machen, welche Veranstaltungsformate, welche Kooperationen?




Soviel zunächst zu dem was noch nicht ist und hoffentlich noch werden wird. Trotz aller düsteren Zeitzeichen wünsche ich uns im kommenden Jahr den nötigen Optimismus und die Kraft, weiter gemeinsam an einer lebensfähigen Zukunfts-Perspektive zu arbeiten. Sich miteinander zu vernetzen und gemeinsam daran weiter zu denken (und zu handeln) ist m.E. schon mal ein guter Anfang.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Kraft und gute Intuitionen zum neuen Jahr!




Andreas (für den Vorstand des nn-institutes)

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