Idee

„Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch.“
(Friedrich Hölderlin)


Die Gefahr: Das sind die Krisen, Konflikte und Katastrophen, die sich gegenwärtig zusehends verschärfen – das Rettende: die konkreten Visionen und die in einem weiten Sinne politischen Initiativen, welche sich seit geraumer Zeit mehren und unsere Hoffnung nähren – die Hoffnung auf eine gewaltfreie und gerechte Welt, auf ein lebendiges Zusammenwirken von Natur und Mensch sowie auf ein erfüllendes Leben für jeden einzelnen.


Diese positiven Impulse gilt es aufzugreifen und zu verstärken, ohne vorschnell die zurzeit noch herrschende Realität durch die rosarote Brille zu sehen. Hilfreich ist es hierfür, in unserem persönlichen und im gesellschaftlichen Leben das weite Feld des Noch-Nicht in unser Bewusstsein zu heben: Konkrete Utopien und Möglichkeiten der Weiterentwicklung, die jetzt an der Zeit sind, verwirklicht zu werden!
Dazu brauchen wir den unumstößlichen Glauben, dass dies auch wirklich möglich ist, wahres Selbst- und Weltvertrauen ist mithin vonnöten, um entschlossen ans Werk zu gehen – gepaart mit intuitiven Einsichten, Herzensqualitäten und Gestaltungskompetenz.
All dies können wir in uns wachrufen und weiterentwickeln, indem wir in künstlerische und denkerische Erfahrungsräume eintauchen und uns auf diesen Feldern üben: In der Kunst und im philosophischen Denken können sich Visions- und Gestaltungsfähigkeit entwickeln.
Dieses Ziel vor Augen hat das nn-institut ein Weiterbildungs- und Forschungskonzept erarbeitet, das sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Perspektiven verfolgt: Denn nur in der Verbindung von persönlicher und gesellschaftlicher Praxis kann Transformation gelingen – hin zu einem zukunftsfähigen Leben. Das Konzept spricht darüber hinaus auch Menschen an, die das Angebot ganz konkret für ihre zukünftige berufliche Arbeit als Weiterbildung nutzen möchten.
Das Angebot „Die Kunst des Transformation“ ist eine Art vernetztes Studium, in welchem Kunst und der Philosophie als Werkzeuge für transformatorische Prozesse erkundet und entsprechenden Kompetenzen vermittelt werden.  Liegt der Akzent auf der inneren oder persönlichen Transformation, sind die Kompetenzen im Sinne einer „Lebenskunst“ zu verstehen; geht es vorrangig um gesellschaftliches Engagement, so ist das Beuysche Konzept der „sozialen Plastik“ leitend. Ziel dieses Angebotes ist, dass die Teilnehmenden künstlerisch, denkerisch und auch persönlich zu einer Gruppe zusammenwachsen und sich später bei ihren eigenen Projekten gegenseitig unterstützen.
„Kultur Projekt Gestaltung“ verfolgt denselben programmatischen Ansatz, ist im Unterschied dazu aber vor allem ein Angebot der beruflichen Weiterbildung – für Menschen, die verstärkt soziale und künstlerische Kompetenzen in ihre berufliche Arbeit integrieren wollen.
Ergänzt werden diese beiden Angebote durch das Übungsfeld „FREI[ ]RAUM KUNST“ – dieses umfasst Workshops, in welchen die besagten Kompetenzen ganz praktisch und in ganz unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen eingeübt werden.